Nachhaltige Erholung des Luftverkehrs noch nicht in Sicht

Nachdem die Anzahl der Flugbewegungen in Deutschland Mitte April 2020 bis auf ca. 10% des Vorjahresniveaus eingebrochen war, setzte Ende Mai vergangenen Jahres eine schrittweise Erholung bis auf knapp 50% des Vorjahresniveaus in der ersten Augusthälfte ein. Seither sind die Verkehrszahlen jedoch wieder rückläufig. Dieser Trend hat die Zahl der Flüge bis Anfang Dezember auf rund 30% des entsprechenden Vorjahreszeitraums sinken lassen. Die Hoffnung der Airlines auf eine nachhaltige Erholung des Verkehrs nach dem Ende der Sommerferien hat sich damit nicht erfüllt.

Nach einem kurzen Anstieg der Verkehrszahlen während der Weihnachtsferien, pendelt sich das Flugvolumen seit Jahresbeginn 2021 auf weniger als 30% des Vorkrisenniveaus ein. Diese Zahl schließt auch Fracht, Militär- und sonstige Flüge ein. Ein kurzfristiger Aufschwung ist nicht in Sicht. Ende Januar werden mit 24% der Sitzplatzkapazität des Vorjahres rund 12% der Passagiere des Vorjahres befördert. Die vom Flughafenverband ADV und der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol veröffentlichten Statistiken bestätigen diese Zahlen. Eurocontrol geht in ihrer jüngsten Prognose für das Jahr 2021 von rund 51% des Vorkrisenniveaus aus. Mit einem Wiedererreichen der 2019er Verkehrszahlen ist danach nicht vor 2025 zu rechnen. Zur Wiederaufnahme des Luftverkehrs brauchen die Fluggesellschaften verlässliche Perspektiven.

Der BDF fordert daher die Aufrechterhaltung und den weiteren Ausbau von Testkapazitäten an den deutschen Verkehrsflughäfen, differenzierte Teststrategien zur Vermeidung unnötiger Quarantänemaßnahmen und sichere Luftkorridore speziell im Langstreckenverkehr.