Airlines zahlen jährlich über 2,7 Mrd. Euro an Flughafenentgelten

Flughafenentgelte werden in Höhe und Struktur von den jeweiligen Flughafenbetreibern festgelegt und unterliegen der Genehmigungspflicht durch die zuständigen Landesluftfahrtbehörden. Die Höhe der beantragten Entgelte muss begründet und angemessen sein. Näheres hierzu regelt seit Mai 2012 der neue § 19b Luftverkehrsgesetz (LuftVG). Da die Bundesländer gleichzeitig (Mit-)Eigentümer und Regulierungsinstanz für die Festlegung der Entgelte sind,  befinden sich die Länder oftmals in einer konfliktären Doppelrolle.  

Die Fluggesellschaften zahlen in Deutschland pro Jahr mehr als 2,7 Mrd. Euro an Entgelten für die Benutzung der Flughäfen und der Flughafeninfrastruktur. Obwohl die Fluggesellschaften sich seit Jahren für eine höhere Kosteneffizienz bei den Flughafenentgelten einsetzen, steigen die Entgelte kontinuierlich. Für den Flug eines A320 von einem deutschen Flughafen zahlen die Airlines mittlerweile Gebühren und Entgelte von bis zu mehr als 6.300 Euro pro Flug. Das sind rund 42 Euro je Passagier.
Frankfurt, Hannover und München sind die derzeit teuersten Flughäfen, was die Kosten ihrer Infrastruktur betrifft.