Flugsicherungsgebühren

Fluggesellschaften zahlen in Deutschland jährlich über 1,3 Mrd. Euro für Flugsicherungsgebühren. Knapp 20 Prozent der Gebühren entfallen dabei auf An- und Abfluggebühren (auch Terminalgebühren genannt), die verbleibenden 80 Prozent auf die sogenannten Streckengebühren.

Während die Streckengebühren von der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) verbindlich festgelegt werden, erfolgt die Bestimmung der An- und Abfluggebühren für die 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland durch das Bundesverkehrsministerium in der sogenannten FSAAKV (Flugsicherungs-An-und-Abflug-Kosten-Verordnung). Beide Gebühren werden jährlich neu festgelegt.

Während die An- und Abfluggebühren sowie die Streckengebühren bis 2015 stetig stiegen, hat seither eine spürbare Entlastung bei beiden Gebührensätzen stattgefunden. Ursächlich hierfür waren mehrere Einlagen des Bndes zur Stärkung des Eigenkapitals der Deutschen Flugsicherung (DFS) sowie die Übernahme flugsicherungsfremder Kosten der DFS durch den Bund.