Flugsicherungsgebühren

In Deutschland operierende Fluggesellschaften zahlen jährlich bis zu 1,1 Mrd. Euro (2017) für Flugsicherungsgebühren. Rund ein Sechstel der Gebühren sind dabei auf An- und Abfluggebühren (auch Terminalgebühren genannt) zurückzuführen, die verbleibenden 84 Prozent auf die sogenannten Streckengebühren.

Während die Streckengebühren von der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) verbindlich festgelegt werden, erfolgt die Bestimmung der An- und Abfluggebühren für die 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in der sogenannten FSAAKV (Flugsicherungs-An-und-Abflug-Kosten-Verordnung). Beide Gebühren werden jährlich neu bestimmt.

Während die An- und Abfluggebühren sowie die Streckengebühren seit 2012 stetig stiegen und Deutschland zu den teuersten Ländern in Europa aufgestiegen ist, konnte durch Eigenkapitalzuführungen des Bundes an die Deutsche Flugsicherung (DFS) in 2016 erstmals eine spürbare Absenkung der Flugsicherungsgebühren erreicht werden.

Trotz der Senkung der Streckengebühren, verbleibt Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin an vorderster Stelle. In einer für die Fluggesellschaften wieder zunehmend wirtschaftlich schwierigeren Zeit, tragen Flugsicherungskosten noch immer einen hohen Anteil an den Kosten einer Fluggesellschaft.