Flugsicherungsgebühren im Steigflug

Die Fluggesellschaften in Deutschland zahlen jährlich über 1,3 Mrd. Euro für Flugsicherungsgebühren. Rund ein Fünftel davon entfällt auf die sog. An- und Abfluggebühren (auch Terminalgebühren genannt), die restlichen rund 80 Prozent auf die sog. Streckengebühren. Die Streckengebühren werden von Eurocontrol verbindlich festgelegt. Die An- und Abfluggebühren für die 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland werden hingegen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in der sog. FSAAKV (Flugsicherungs-An- und Abflug-Kosten-Verordnung) jährlich neu bestimmt.

Die An- und Abfluggebühren sind seit 2012 um 6% gestiegen, die Streckengebühren im gleichen Zeitraum sogar um 22%. Im Jahr 2013 war Deutschland das viertteuerste Land bei den Streckengebühren in Europa. Aktuell liegen die Gebührensätze für die Strecke fast 74 Prozent über europäischem Durchschnitt. Damit ist Deutschland nun sogar unter die TOP 3 der teuersten Länder in Europa aufgestiegen.

Die sich insbesondere aus der Erhöhung der Streckengebühr ergebenden Mehrkosten für die Fluggesellschaften im Jahr 2015 liegen bei über 160 Mio. Euro und belasten die Airlines in einer wirtschaftlich ohnehin bereits schwierigen Situation. Die Entwicklung bei den Flugsicherungskosten wird damit zu einer zunehmend schweren Hypothek für die deutschen Fluggesellschaften.